"Dr Altar zämesetze" Aufbau des Hochaltars, Pfarrkirche Münster
Die Konservierung/Restaurierung des spätgotischen Hochaltars in der Pfarrkirche Münster VS war bisher einer der anspruchsvollsten Aufträge. Das 1509 entstandene Werk des Bildhauers Jörg Keller, Luzern ist über die Landesgrenzen bekannt. Die Fassung ist grösstenteils in ihrem Originalbestand erhalten geblieben. Wertvolle Brokate und Zwischgold Applikationen zeugen von der damaligen Handwerkskunst. Der Hochaltar erfuhr anlässlich der Restaurierung 1932 eine Beigabe von zahlreichen geschnitzten Elementen im Neogotischen Stil. Zu diesem Zeitpunkt wurden die verschiedenen Altarelemente verschraubt. Diese neuzeitliche Technik übernahm man anlässlich der Restaurierung von 2012.
Pfarrkirche Glis, Flügelaltar der Hl. Sippe
Eine wahre Kostbarkeit ist der Flügelaltar in der linken Seitenkapelle (Super-saxokapelle) in der Pfarrkirche Glis. Der Altar entstand 1519, errichtet und dotiert mit dem Patronatsrecht für seine Nachkommen und für seine Gattin Margareta, welche ihm 23 Kinder schenkte. In den letzten fünfhundert Jahren wurden zahlreiche Elemente hinzugefügt, andere gingen verloren. Aktuell weist der Altar verschiedene Stilrichtung auf. Der Schrein mit den Flügeln und der Predella sind im auslaufenden, spätgotischen Stil geschaffen worden. Dieser wird teilweise mit neugotischem Schnitzwerk verziert (an der Predella und über dem Schrein). Die beiden Leuchterbänke sind barock, und der Altarunterbau neugotisch. Auffallend ist die qualitätvolle Fassung dieses gotischen Flügelaltars, die mit Radierungen und gemalter Ornamentik versehen ist. Eine solche Kostbarkeit ist schweizweit wohl selten zu finden. Sie bildet zugleich den überragenden Bestandteil der Pfarrkirche Glis. Es erstaunt, dass die Fassung grundsätzlich in intakten Zustand ist. Ausgeprägte Staubablagerungen und Oberflächenverschmutzung beeinträchtigen jedoch das Erscheinungsbild. Obwohl der Altar mehrmals überarbeitet und umgebaut wurde, ist die Originalfassung weitgehend vorhanden, wenn auch teilweise mit Übermalungen ergänzt.
Barocke Leuchterengel, Ritikapelle Eyholz
Leuchterengel vor der Restaurierung
Leuchterengel nach der Restaurierung
Befund Beide Skulpturen sind Unikate. Ursprünglich zierten sie wohl einen Altar. Die Flügel der Engel wurden zu einem früheren Zeitpunkt abgenommen, davon zeugen die Befestigungsdübel. Unter der Übermalung in Öl ist stellenweise die Originalfassung zu finden. Die Polimentvergoldung und die ursprüngliche Fassung sind nur noch fragmentarisch erhalten geblieben.
Zustand Die Oberfläche ist stark verschmutzt. An vielen Stellen wurden bereits vorgängig Sondierungen vorgenommen und behelfsmässige Kittungen angebracht die nicht geschliffen wurden. Die Übermalung in Öl ist wenig qualitätvoll und sehr schadhaft.
Restaurierung Festigen der losen Stellen Reinigen der Oberfläche Ergänzen der fehlenden Kreidegrundierung Retuschieren der Fehlstellen